Wasserstoff von der Maasvlakte nach Pernis

Bubbels

Die Wasserstoffpipeline beginnt auf Maasvlakte 2.  Dort entsteht ein Konversionspark mit Elektrolyseanlagen, in denen die Windenergie in grünen Wasserstoff umgewandelt wird. Der Konversionspark wird an HyTransPort angeschlossen. Der Endpunkt der ersten Entwicklungsphase von HyTransPort liegt bei Pernis. Die unterirdische Pipeline wird 32 km lang. Durch den Rotterdamer Hafen läuft ein Kanal, der speziell für Rohrleitungen wie diese angelegt wurde.
(Bisher) sind fünf Abzweigungen zu Abnehmern und/oder Herstellern von Wasserstoff in die Pipeline eingezeichnet. 
Zu gegebener Zeit wird die Pipeline an das nationale Wasserstoff-Rückgrat von HyNetwork Services, das internationale Wasserstoffnetzwerk und die Wasserstoffspeicherung angeschlossen. Diese Schritte finden in Phase 2 statt.

Wie kommt eine Pipeline für Wasserstoff zustande?


Bevor eine Wasserstoffpipeline verlegt werden kann, müssen zahlreiche vorbereitende Schritte unternommen werden. Wir haben diese für Sie aufgeführt.

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Mitte 2020

Ist eine Wasserstoffpipeline umsetzbar?

Die Idee für die Pipeline entstand im Rahmen der Klimaschutzstrategie des Hafenbetriebs Rotterdam und der Gasunie. Gemeinsam wollen die Parteien einen Beitrag zur Umsetzung der Klimaziele von Paris leisten. CO2-neutraler Wasserstoff ist ein wichtiges Element, um unter anderem die (Schwer-)Industrie im Hafen und in Nordwesteuropa nachhaltiger zu gestalten. Ein Team mit Fachkräften aus beiden Unternehmen untersucht, ob eine solche Pipeline für Wasserstoff umsetzbar ist. Besteht Nachfrage nach Wasserstoff und wo wird das Produktbenötigt? Was ist der beste Streckenverlauf für die Pipeline? Wie wirkt sich eine Wasserstoffwirtschaft auf die Arbeitsplatzsituation in Rotterdam aus? All diese wirtschaftlichen, sozialen, gesellschaftlichen und umwelttechnischen Fragen müssen beantwortet werden. Wenn die Antworten positiv ausfallen, kann die folgende Phase eingeleitet werden.

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4. Quartal 2020

Beginn des Projekts

Die Grundzüge unseres Plans liegen festJetzt muss der Plan weiterentwickelt und in Fragen im Hinblick auf die Ausführung und die anschließende Wartung umgesetzt werden. Darüber hinaus wird die optimale Trasse für die Leitung von HyTransPort eingezeichnet und ausgearbeitet. Man muss mit möglichen Nutzern über ihre Pläne sprechen und nach Lösungen suchen, von denen alle Beteiligten profitieren. Im Hinblick auf die Technik muss untersucht werden, wie die Pipeline am besten angelegt werden kann. Außerdem sollte eine Liste mit Parteien erstellt werden, mit denen das Projekt koordiniert werden muss. Dazu gehören Behörden, die Genehmigungen erteilen, Anwohner sowie Natur- und Umweltschutzorganisationen. 

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Mitte 2021

Beabsichtigter Trassenverlauf und Untersuchung des Umfelds

Der vorgesehene Trassenverlauf ist bekannt und es werden erste Schritte für die Koordination mit Genehmigungsbehörden, potenziellen Kunden und anderen Interessenvertretern unternommen. Zunächst werden Gespräche mit allen Beteiligten geführt und die verschiedenen Interessen werden aufeinander abgestimmt. In einem Umweltlagebericht wird festgehalten, welche Auswirkungen der Bau und die Nutzung der Wasserstoffpipeline auf die Umwelt haben. In dieser Phase muss man gut zuhören, damit ein Projekt wie HyTransPort schließlich optimal angelegt und verwaltet werden kann. Gleichzeitig werden die technischen Rahmenbedingungen soweit ausgearbeitet, dass eine Ausschreibung durchgeführt werden kann

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Mitte 2022

Genehmigungen und Ausschreibungen

Alles, was zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit festgelegt werden kann, steht jetzt festDie technischen Anforderungen sind so weit bekannt, dass eine Ausschreibung für die Auswahl des Bauunternehmens gestartet werden kann. Die erforderlichen Genehmigungen wurden beantragt und es haben sich bereits Unternehmen gemeldet, die sich an die Pipeline anschließen wollen. Ein Aspekt, den man auf keinen Fall vergessen darf: die finanziellen Mittel für den Bau und den Betrieb stehen zur Verfügung. 

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Anfang 2023

Baubeginn

Man hat sich für ein Bauunternehmen entschieden und ist sich über die Ausführung einig. Der erste Spatenstich kann im wahrsten Sinne des Wortes gemacht werden. Zunächst wird das Baugelände vorbereitet. Es wird eingezäunt, ein Baustellenschild wird aufgestellt, die Baracken und das Material werden angeliefert. Jetzt wird auch ein Zeitplan für die Arbeiten erstellt. An Stellen, wo die Trasse in der Nähe von Wehren verläuft, kann in der Sturmsaison (Oktober – April) beispielsweise nicht gearbeitet werden. Wenn Vögel ihre Brutplätze auf dem Arbeitsgelände haben, können die Tätigkeiten erst nach Ende der Brutzeit fortgesetzt werden, sofern es nicht gelungen ist, die Vögel an eine andere Brutstätte umzusiedeln. Falls das Rohr unter Zufahrtsstraßen von Unternehmen verlegt werden muss, wird der Bau mit der jeweiligen Firma besprochen und so geplant, dass die normalen Betriebsabläufe so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Müssen andere Infrastrukturen, wie Straßen oder Gleise gekreuzt werden, wird vorab eine Umleitung für den Verkehr ausgearbeitet oder der Bau wird eventuell an den Zugfahrplan angepasst. Auch während der Durchführung muss konstant kontrolliert und gemessen werden. Hier ist Flexibilität gefragt. Man kann nie wissen, auf welche Probleme man stoßen wird. 

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2024/2025

Startbereit

Die Pipeline ist fertig! Jetzt muss eigentlich nur noch der Hahn aufgedreht werden, oder? Obwohl das im Grunde genommen stimmt, kann ein Projekt wie HyTransPort nicht über Nacht in Betrieb genommen werden. Der Nutzung der Wasserstoffpipeline gehen zahlreiche Tests voraus. Funktioniert alles vorschriftsmäßig und kann alles effektiv kontrolliert und betrieben werden? Auch dafür gibt es spezifische Pläne und Protokolle. 

Wenn alles abgehakt ist, kann der Hahn geöffnet werden. Der erste Wasserstoff wird aus einer Elektrolyseanlage im Konversionspark geliefert und durch das Rohr zum ersten Abnehmer transportiert. 

Dieser festliche Augenblick, auf den alle so lange gewartet haben, wird natürlich gebührend gefeiert. Schließlich handelt es sich um einen Meilenstein für die nachhaltigere Gestaltung des Rotterdamer Hafens.

Unsere Vorgehensweise


Der Transport solcher Mengen Wasserstoff ist neu für unser Land. Wahrscheinlich ist HyTransPort zurzeit sogar das größte Wasserstofftransportprojekt weltweit. Ein bedeutender Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung in den Niederlanden und zur Sicherung von Rotterdam als wichtigem Arbeitgeber der Zukunft. Ein Projekt, das große Auswirkungen haben wird. Deswegen muss die Anlage der Pipeline mit äußerster Sorgfalt ausgeführt werden. 

Bevor wir mit dem Bau von HyTransPort beginnen, möchten wir herausfinden, welche Fragen und Gedanken in unserer Umgebung spielen. Wir suchen in der derzeitigen Vorbereitungsphase aktiv den Kontakt mit allen Parteien, die von der Trasse betroffen sind. Wir wollen die Meinung von Kommunen, Infrastrukturbetreibern, wie TenneT, Waterschap Hollandse Delta, Rijkswaterstaat, ProRail und Evides, Anwohnern, Natur- und Umweltschutzorganisationen und natürlich Unternehmen hören. Welche Arbeiten werden zeitgleich ausgeführt, welche Interessen sollten berücksichtigt und welche Fragen müssen beantwortet werden? Außerdem sollten wir Wege finden, um uns gegenseitig zu unterstützen. 

Umweltprognose 

Der größte Teil der Pipeline von HyTransPort wird im bestehenden Leitungskanal verlegt, der durch den Rotterdamer Hafen führt. Diese Trasse wurde speziell für Pipelines angelegt. Bevor die Rohrleitung verlegt wird, untersuchen wir die möglichen Folgen von HyTransPort. Zu diesem Zweck wird eine Umweltprognose erstellt, in deren Rahmen die Auswirkungen auf Natur und Umwelt, Boden, Wasser und Archäologie untersucht werden. Die Umweltprognose erfolgt in Absprache mit DCMR, der Stadt Rotterdam (Genehmigungen) und Veiligheidsregio Rijnmond (VRR). Diese Parteien kontrollieren die Ergebnisse und überprüfen, ob wir alle geltenden Regeln und Bedingungen erfüllen. Wir werden die Resultate der Umweltprognose allen Interessenvertretern des Projekts zur Verfügung stellen, darunter den umliegenden Städten, den Anwohnern und benachbarten Unternehmen sowie den verschiedenen Natur- und Umweltschutzorganisationen. 

Bubbels

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