Ergebnisse Bericht Hyway27 – Kabinett kommt mit Planungsvorschlag für Wasserstoffnetz

09.08.21

Der Abschlussbericht des Projekts HyWay27 ist fertig. Auf Grundlage dieses Berichts schlägt das Kabinett einen Plan vor, der vorsieht, bestehende Gasleitungen für den Transport von Wasserstoff zu nutzen. Das kündigte Staatssekretärin Yeşilgöz-Zegerius vom niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klima („Economische Zaken en Klimaat“) als Reaktion auf den Hyway27-Bericht an. Der Bericht bestätigt, dass die Nutzung bestehender Gasleitungen für den Transport von Wasserstoff umsetzbar, sicher und kosteneffizient ist.

Das Kabinett will die Gasunie mit der Entwicklung eines Transportnetzwerks für Wasserstoff beauftragen. Zu diesem Zweck muss das nationale Erdgasnetz teilweise für den Transport von Wasserstoff verfügbar gemacht werden. HyTransPort wird ein neuer Ableger dieses Wasserstoffnetzes. Im Rotterdamer Hafen müssen zusätzliche Kapazitäten für die erwartete Wasserstoffnachfrage geschaffen werden.

Staatssekretärin Yeşilgöz-Zegerius: „Wir brauchen Wasserstoff, um unsere Industrie nachhaltiger zu gestalten und Arbeitsplätze bei uns in den Niederlanden zu sichern. Wenn wir alles richtig machen, kann unser Land zudem gut daran verdienen. Meiner Meinung nach muss die Regierung die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Infrastruktur, zur Verfügung stellen, damit Unternehmen in den Niederlanden nachhaltiger werden können.“

Kabinettsplan für Bau Wasserstoffnetz

CO2-freier Wasserstoff spielt dem Kabinett zufolge eine bedeutende Rolle bei der Umstellung auf ein nachhaltiges Energiesystem. Wasserstoff kann nicht nur dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen, er bietet auch Chancen für das Wirtschaftswachstum. Die Niederlande können aufgrund ihrer günstigen Lage, der internationalen Häfen und der bestehenden Gasnetze und Speicherkapazitäten in Zukunft ein wichtiger Akteur im internationalen Wasserstoffmarkt werden. Um diese Chance wahrzunehmen, unternimmt das Kabinett jetzt einen wichtigen Folgeschritt und erstellt eine Umsetzungsstrategie für das Wasserstofftransportnetz.

Das Kabinett hat bereits einen Plan ausgearbeitet. Dabei sollen die Cluster-Energiestrategien genutzt werden, um aufzuzeigen, wo und wann ein Bedarf an Transportkapazitäten entsteht. In Kombination mit einer Zeitachse, auf der dargestellt wird, wann Leitungen verfügbar werden, soll auf diese Weise ein nationales Wasserstoffnetz eingerichtet werden. Die Entscheidungen über die Verlegung und Finanzierung der neuen Pipelines werden vom neuen Kabinett getroffen.

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