ACM befürwortet schrittweise Investitionen in die Wasserstoffinfrastruktur

14.09.21

Die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM), die unabhängige Regulierungsbehörde für gut funktionierende Märkte, hat Licht in die Wasserstoffinfrastruktur gebracht. ACM hat ein Memorandum (auf Englisch) über die Schritte veröffentlicht, die ihrer Meinung nach für einen effektiven, effizienten und vorhersehbaren Markt für Wasserstoff und die erforderliche Infrastruktur erforderlich sind. Darüber hinaus sieht ACM eine Investition in eine Wasserstoffinfrastruktur in Gebieten wie dem Rotterdamer Hafen als naheliegend an.

Wasserstoff spielt eine wichtige Rolle in unserer zukünftigen Energieversorgung und bei der Erreichung der Klimaziele. Das ist noch nicht der Fall und der Markt für Wasserstoff und der Wasserstofftransport stehen daher noch am Anfang. Laut ACM müssen staatliche Investitionen und jede Regulierung mit der Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft „atmen“.

Das Memorandum von ACM zur Wasserstoffinfrastruktur ist ein Beitrag zu den Vorstellungen über den Wasserstoffmarkt.

Investieren Sie kurz vor dem Markt

Interessant ist, dass ACM dafür plädiert, Schritt für Schritt in die erforderliche Infrastruktur für Wasserstoff zu investieren. Die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte geht davon aus, dass die Nachfrage nach grünem Wasserstoff von der Industrie kommen wird. Sie argumentiert, dass die Seehäfen in unserem Land die ausgewiesenen Standorte für die erste Infrastruktur sind, auch weil die Industriecluster, in denen Wasserstoff benötigt wird, oft in den Häfen vorhanden sind. ACM stellt auch fest, dass eine Verbindung zwischen dem Chemiecluster Chemelot in Limburg und Rotterdam logisch wäre. ACM empfiehlt, zunächst in die Infrastruktur dieser Branchencluster zu investieren. Dann ist das Risiko, in ungenutzte Wasserstoffinfrastruktur zu investieren, sehr gering und die Investitionen können mit dem Markt wachsen. ACM sieht vorerst keinen Anlass für eine Regulierung des Wasserstoffmarktes. Der derzeitige Markt für grauen Wasserstoff besteht hauptsächlich aus Direktverträgen zwischen Herstellern und Lieferanten. ACM geht davon aus, dass dies zunächst auch für nachhaltigen Wasserstoff der Fall sein wird. Darüber hinaus wird derzeit auf europäischer Ebene über die mögliche Regulierung eines europäischen Wasserstoffmarktes nachgedacht.

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